3D-Stereo-Technik

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Der Begriff Stereoskopie kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet Raumsicht. Erste Erkenntnisse der menschlichen Raumsicht wurden 1832 von Charles Wheatstone entdeckt, der auch erste Apparate zur Betrachtung von stereoskopischen Bildern entwickelte. Der englische Physiker David Brewster stellte 1849 die erste doppellinsige Stereokamera vor. Durch die Popularität der Fotografie, wurde auch die Stereoskopie immer bekannter. Trotz vereinzelten 3D-Filmen blieb die Stereoskopie jedoch lange ein Nischenprodukt. Erst seit 1980 beschäftigt man sich wieder vermehrt mit ihr, und zwar sowohl im Fernsehbereich, als auch im Kino. Das digitale Zeitalter brachte erstmals die technischen Möglichkeiten mit sich, 3D Filme professionell zu erstellen. Wichtig dabei ist die Bildkomposition und der Aufbau einer Szene.
Die Augen des Menschen nehmen von einem Objekt unterschiedliche Ansichten wahr. Erst im Gehirn werden diese beiden unterschiedlichen Bilder zu einem zusammengefügt und es entsteht ein Eindruck von Tiefe. Bei der 3D-Stereo-Projektion wird diese Eigenschaft der menschlichen Wahrnehmung ausgenutzt.
Zur Projektion von Bildern, die dreidimensional wahrgenommen werden sollen, benötigt man zwei Beamer, vor denen je ein Polfilter angebracht ist. Ein Polfilter kann man sich vorstellen als ein extrem schmales Gitter, das nur Licht parallel zu den "Gitterstäben" durchlässt. Je stärker der Schwingungswinkel abweicht, desto weniger Licht kann passieren. Wenn der Schwingungswinkel den Wert 90° erreicht hat, wird das Licht völlig absorbiert. Da man vor den einen Beamer ein Polfilter mit waagrechten, und vor dem anderen Beamer ein Polfilter mit senkrechten Gittern anbringt, bestehen die Bilder auf der Leinwand nur noch aus waagrechten bzw. senkrechten Wellen. Zur Wahrnehmung der projizierten Bilder benötigt man entsprechend eine Polfilterbrille, die das Bild auf der Leinwand so filtert, dass im linken Auge die linke Ansicht eines Objekts ankommt und umgekehrt im rechten Auge die rechte Ansicht eines Objekts. Das Gehirn errechnet daraus ein dreidimensionales Bild.

Beameraufbau

Für die Projektion sollten zwei baugleiche Beamer verwendet werden, vor denen jeweils zwei Polfi lter parallel angebracht wurden, die idealerweise im 90° Winkel zueinander stehen sollten. Ausgerichtet wurden die Beamer mit dem "Nokia Monitor Test", um eine exakte Projektion der beiden Ansichten zu gewährleisten.

Leinwand

Für eine 3D-Projektion muss eine speziell beschichtete Leinwand verwendet werden. Ausserdem muss eine solche Leinwand extrem vorsichtig behandelt werden, da bei Unebenheiten oder Fehler in der Oberfläche der 3D-Effekt nicht mehr wirken kann.


Beispiele für Anwendungend er 3D-Technick sind die Projekte Short trippin' und Crazy Room